Von Sophie Gehring · Formeln zuletzt geprüft am · Rechenfehler melden
Gerundet auf zwei Nachkommastellen; gerechnet wird intern mit voller Genauigkeit.
Inflationsrate berechnen: Formel, Preisindex und Kaufkraft
Die Inflationsrate ist eine prozentuale Veränderung: die des Verbraucherpreisindex gegenüber dem Vorjahr. Wer die beiden Indexstände kennt, rechnet sie in einer Zeile aus. Der Rechner zeigt dazu, was 100 € von damals heute noch kaufen. Darunter: die Formel, die historischen Inflationsraten in Deutschland seit 1992, wie man die Inflation über mehrere Jahre zusammenrechnet, Kaufkraftverlust, Preissteigerung und zukünftiger Preis mit einem zweiten Rechner, Reallohn, die Excel-Formel und die typischen Fehler.
Auf dieser Seite
- Inflationsrate berechnen: Formel und Rechner
- Beispiel Schritt für Schritt
- Inflationsrate mit dem Verbraucherpreisindex berechnen
- Historische Inflationsrate: Deutschland seit 1992
- Inflation über mehrere Jahre berechnen
- Kaufkraftverlust durch Inflation berechnen
- Preissteigerung und zukünftigen Preis nach Inflation berechnen
- Reallohn und Realzins
- Inflationsrate in Excel berechnen
- Monatsrate, Jahresrate, Basiseffekt
- Typische Fehler
- Aufgaben zum Üben
- Vorgerechnete Beispiele
- Häufige Fragen
Inflationsrate berechnen: Formel und Rechner
Die Inflationsrate, amtlich auch Teuerungsrate, ist die prozentuale Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zwischen zwei Zeitpunkten, in der Regel zwischen einem Monat und demselben Monat des Vorjahres oder zwischen zwei Jahresdurchschnitten. Der Index selbst ist eine Zahl ohne Einheit, die das Preisniveau eines Warenkorbs beschreibt; im Basisjahr steht er auf 100.
Inflationsrate = (Index neu − Index alt) ÷ Index alt × 100
Die Inflationsrate-Formel ist genau die Formel der prozentualen Veränderung, angewendet auf den Preisindex; „Inflation berechnen“ heisst also immer: zwei Indexstände vergleichen. Für den Kaufkraftvergleich braucht es nur den Quotienten: Index neu ÷ Index alt ist der Faktor, um den die Preise gestiegen sind, und 1 ÷ diesen Faktor sagt, wie viel ein Euro von damals heute noch wert ist.
Beispiel Schritt für Schritt
Aufgabe: Der Verbraucherpreisindex lag im Jahresdurchschnitt 2024 bei 119,3 und 2025 bei 121,9 (Basis 2020 = 100). Wie hoch war die Inflationsrate 2025?
- Differenz
- 121,9 − 119,3 = 2,6 Indexpunkte
- Durch den alten Stand
- 2,6 ÷ 119,3 = 0,0218
- In Prozent
- 0,0218 × 100 = 2,18 %, gerundet 2,2 %
- Kaufkraft
- 100 € ÷ (121,9 ÷ 119,3) = 97,87 €: so viel kaufen 100 € von 2024 im Jahr 2025
Das Statistische Bundesamt veröffentlicht für 2025 +2,2 %. Der kleine Unterschied zu den 2,18 % hier kommt daher, dass die amtliche Rate aus ungerundeten Indexwerten berechnet wird; die Jahresdurchschnitte werden mit einer Nachkommastelle veröffentlicht. Für eigene Rechnungen ist das gut genug.
Inflationsrate mit dem Verbraucherpreisindex berechnen
Wer die Inflationsrate aus dem VPI berechnen will, braucht die amtlichen Indexstände. Den VPI für Deutschland berechnet das Statistische Bundesamt (Destatis) jeden Monat. Preiserheber notieren die Preise von rund 650 Güterarten in einem Warenkorb, der so gewichtet ist, wie ein durchschnittlicher Haushalt sein Geld ausgibt: Wohnen und Energie wiegen am schwersten, danach Verkehr, Nahrungsmittel, Freizeit. Das Basisjahr ist seit 2023 das Jahr 2020; alle Indexstände sind darauf bezogen, 2020 ist also 100.
- VPI ist die deutsche Inflationsrate, die in den Nachrichten steht und an der Tarifverhandlungen, Mietindexklauseln und Rentenanpassungen hängen.
- HVPI, der harmonisierte Index, rechnet nach EU-einheitlichen Regeln (unter anderem ohne selbstgenutztes Wohneigentum). Die Europäische Zentralbank misst ihr 2-Prozent-Ziel daran; die Werte weichen vom VPI meist um wenige Zehntel ab.
- Kerninflation ist der Index ohne Energie und Nahrungsmittel, weil deren Preise am stärksten schwanken. 2025 lag sie bei 2,8 %, also über der Gesamtrate.
- Gefühlte Inflation ist keine Statistik: Häufig gekaufte Dinge wie Lebensmittel und Kraftstoff fallen stärker auf als die Miete, die sich selten ändert.
Historische Inflationsrate: Deutschland seit 1992
Die Inflationsraten vergangener Jahre nach dem Statistischen Bundesamt, jeweils Jahresdurchschnitt gegenüber dem Vorjahr. Die Indexspalte (2020 = 100) ist aus den amtlichen Jahresraten verkettet und auf eine Nachkommastelle gerundet; für exakte Indexstände die Destatis-Tabelle 61111-0001 verwenden. Über die 34 Jahre haben sich die Preise nahezu verdoppelt (+96,7 %), im Schnitt 2,0 % pro Jahr.
| Jahr | Index (2020 = 100) | Inflationsrate | Was passierte |
|---|---|---|---|
| 1992 | 65,1 | +5,0 % | Nachwirkung der Wiedervereinigung |
| 1993 | 68,0 | +4,5 % | |
| 1994 | 69,8 | +2,7 % | |
| 1995 | 71,2 | +1,9 % | |
| 1996 | 72,2 | +1,4 % | |
| 1997 | 73,5 | +1,9 % | |
| 1998 | 74,1 | +0,8 % | |
| 1999 | 74,6 | +0,7 % | |
| 2000 | 75,6 | +1,3 % | |
| 2001 | 77,1 | +2,0 % | Euro-Bargeld kommt 2002 |
| 2002 | 78,2 | +1,4 % | |
| 2003 | 79,0 | +1,0 % | |
| 2004 | 80,2 | +1,6 % | |
| 2005 | 81,5 | +1,6 % | |
| 2006 | 82,8 | +1,6 % | |
| 2007 | 84,7 | +2,3 % | |
| 2008 | 86,9 | +2,6 % | Rohstoffpreise, dann Finanzkrise |
| 2009 | 87,2 | +0,3 % | niedrigster Wert seit 1987 |
| 2010 | 88,1 | +1,0 % | |
| 2011 | 90,0 | +2,2 % | |
| 2012 | 91,7 | +1,9 % | |
| 2013 | 93,1 | +1,5 % | |
| 2014 | 94,0 | +1,0 % | |
| 2015 | 94,5 | +0,5 % | Ölpreis-Tief |
| 2016 | 95,0 | +0,5 % | |
| 2017 | 96,4 | +1,5 % | |
| 2018 | 98,1 | +1,8 % | |
| 2019 | 99,5 | +1,4 % | |
| 2020 | 100,0 | +0,5 % | Pandemie, befristete Mehrwertsteuersenkung |
| 2021 | 103,1 | +3,1 % | |
| 2022 | 110,2 | +6,9 % | Energiepreisschock, höchster Wert seit 1951 |
| 2023 | 116,7 | +5,9 % | Nahrungsmittel teuer, Energie beruhigt sich |
| 2024 | 119,3 | +2,2 % | |
| 2025 | 121,9 | +2,2 % | Dezember 2025 nur noch +1,8 % |
Aktuell (Stand September 2026): Für Juli 2026 meldete Destatis +2,8 %, für August 2026 vorläufig +2,9 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Tabelle wird bei der nächsten Prüfung dieser Seite fortgeschrieben.
Inflation über mehrere Jahre berechnen: kumuliert und im Durchschnitt
Wie stark sind die Preise von 2020 bis 2025 gestiegen? Die Jahresraten addiert ergäben 0,5 + 3,1 + 6,9 + 5,9 + 2,2 + 2,2 = 20,8 %, aber das ist falsch, weil jede Rate auf einem schon höheren Preisniveau aufsetzt. Richtig ist der Vergleich der Indexstände: 121,9 ÷ 100 = 1,219, also +21,9 % kumulierte Inflation. Wer die Jahresraten hat und nicht den Index, multipliziert die Faktoren: 1,005 × 1,031 × 1,069 × 1,059 × 1,022 × 1,022 = 1,219.
Die durchschnittliche Inflationsrate über diesen Zeitraum ist die fünfte Wurzel aus 1,219 minus 1, also 4,04 % pro Jahr. Fünfte Wurzel, weil 2020 bis 2025 fünf Jahreswechsel sind. Das ist dieselbe Rechnung wie die durchschnittliche Wachstumsrate; im Rechner oben liefert das optionale Feld „Jahre“ diese Zahl. Inflation über 10 Jahre: 2015 bis 2025 sind 121,9 ÷ 94,5 = +29,0 % kumuliert, 2,58 % pro Jahr. Inflation über 20 Jahre: 2005 bis 2025 sind +49,5 %, 2,03 % pro Jahr. Zwischen zwei beliebigen Jahren geht es genauso: Index des späteren Jahres durch Index des früheren.
Kaufkraftverlust durch Inflation berechnen
Steigen die Preise um 21,9 %, verliert das Geld nicht 21,9 % seiner Kaufkraft, sondern weniger: 100 € von 2020 kaufen 2025 noch so viel wie 100 ÷ 1,219 = 82,03 € damals. Der Kaufkraftverlust beträgt also 17,97 %. Der Unterschied ist derselbe wie bei jedem Auf- und Abschlag: Preise +21,9 % und Kaufkraft −18 % beschreiben dieselbe Sache aus zwei Richtungen, siehe Prozent aufschlagen und abziehen.
Kaufkraft heute = Betrag ÷ (Index neu ÷ Index alt)
Kaufkraftverlust = 1 − Index alt ÷ Index neu
Kaufkraftverlust berechnen heisst also: Betrag durch den Preisfaktor teilen. Drei Beispiele für den Geldwertverlust. 100 Euro Kaufkraft nach 10 Jahren Inflation: Mit den echten Raten 2015 bis 2025 (+29,0 %) sind 100 € von 2015 heute noch 77,51 € wert; bei glatten 2 % pro Jahr wären es 82,03 €. 1.000 Euro nach 20 Jahren Inflation: 2005 bis 2025 (+49,5 %) bleiben 668,75 € Kaufkraft, ein Verlust von 33,1 %; bei 2 % pro Jahr 672,97 €, bei 3 % nur 553,68 €. Und 10.000 € auf dem Girokonto haben nach zehn Jahren mit je 2 % Inflation noch die Kaufkraft von 10.000 ÷ 1,0210 = 8.203 €, ein Verlust von 18 %, obwohl der Kontostand unverändert ist. Bei 2 % halbiert sich die Kaufkraft in 35 Jahren, bei 3 % in 23.
Preissteigerung und zukünftigen Preis nach Inflation berechnen
Die Preissteigerung durch Inflation ist die Gegenrichtung zum Kaufkraftverlust: Preis heute mal Preisfaktor. Für einen Preis nach Inflation über mehrere Jahre wird der Faktor potenziert, wie beim Zinseszins. Der zweite Rechner nimmt Betrag, Inflationsrate und Jahre und gibt den zukünftigen Preis, die verbleibende Kaufkraft und den Verlust in Prozent aus.
Preis danach = Preis heute × (1 + Inflationsrate ÷ 100)Jahre
Preissteigerung in Prozent = (Preis neu − Preis alt) ÷ Preis alt × 100
Beispiele: Ein Auto für 20.000 € kostet bei 2,5 % Inflation in fünf Jahren 20.000 × 1,0255 = 22.628 €. Eine Miete von 800 €, die jedes Jahr mit 2 % an den Index angepasst wird, liegt nach zehn Jahren bei 975,20 €. Ein Brot, das 2020 2,50 € kostete, kostet bei durchschnittlicher Preisentwicklung 2025 2,50 × 1,219 = 3,05 €. Für die Preissteigerung eines einzelnen Produkts zwischen zwei bekannten Preisen reicht die Preiserhöhung in Prozent; die Inflationsrate beschreibt den ganzen Warenkorb, nicht das eine Produkt.
Reallohn und Realzins
Eine Gehaltserhöhung um 3 % bei 2,2 % Inflation bringt real nicht 0,8 %, sondern 1,03 ÷ 1,022 − 1 = 0,78 %. Die Näherung „nominal minus Inflation“ ist bei kleinen Raten brauchbar, bei grossen nicht: 5 % mehr Gehalt im Jahr 2022 (6,9 % Inflation) waren real 1,05 ÷ 1,069 − 1 = −1,78 %, ein Kaufkraftverlust trotz Erhöhung. Für Sparzinsen gilt dieselbe Formel: 3 % Zinsen bei 2,2 % Inflation sind ein Realzins von 0,78 %, und die Abgeltungsteuer ist da noch nicht abgezogen.
Reale Rate = (1 + nominale Rate) ÷ (1 + Inflationsrate) − 1
Was eine Erhöhung netto und nach Inflation bedeutet, rechnet der Gehaltserhöhungs-Rechner durch.
Inflationsrate in Excel berechnen
Mit den Indexständen in einer Spalte (B2 Vorjahr, B3 aktuelles Jahr) ist die Inflationsrate in Excel eine Zeile, als Prozent formatiert:
=(B3-B2)/B2 → Inflationsrate
=B3/B2-1 → dasselbe, kürzer
=(B12/B2)^(1/10)-1 → durchschnittliche Rate über 10 Jahre
=C2/(1+D2)^E2 → Kaufkraft eines Betrags C2 nach E2 Jahren bei Rate D2
=C2*(1+D2)^E2 → zukünftiger Preis
Kaufkraftverlust in Excel ist =1-1/(1+D2)^E2, ebenfalls als Prozent formatiert. Die kumulierte Inflation aus einer Spalte von Jahresraten liefert =PRODUKT(1+B2:B11)-1 als Matrixformel, in Microsoft 365 ohne Umweg. Mehr Prozentformeln und die typischen Fallen mit dem Prozentformat unter Prozent in Excel berechnen.
Monatsrate, Jahresrate, Basiseffekt
Die Inflationsrate in den Nachrichten vergleicht einen Monat mit demselben Monat des Vorjahres. „+2,9 % im August“ heisst: Preise im August 2026 gegenüber August 2025. Daneben veröffentlicht Destatis die Veränderung zum Vormonat, meist ein paar Zehntel, die sich über zwölf Monate zur Jahresrate aufmultiplizieren. Beide Zahlen können auseinanderlaufen: Fällt ein Preissprung aus dem Vorjahr aus dem Vergleichsfenster, sinkt die Jahresrate, ohne dass aktuell irgendetwas billiger geworden ist. Das nennt man Basiseffekt. Wer sich fragt, wie „drei Prozent mehr“ und „Preise sinken“ zusammenpassen, findet die Antwort fast immer dort, oder bei Prozentpunkten: Sinkt die Inflationsrate von 6,9 auf 5,9 %, steigen die Preise weiter, nur langsamer.
Typische Fehler
- Jahresraten addieren. 2020 bis 2025 sind 21,9 % gesamt, nicht die Summe 20,8 %. Faktoren multiplizieren oder gleich die Indexstände vergleichen.
- Kaufkraftverlust mit Preisanstieg gleichsetzen. Preise +21,9 % sind Kaufkraft −18 %.
- Reallohn als Differenz rechnen. 5 % bei 6,9 % sind −1,78 %, nicht −1,9 %. Bei kleinen Raten fällt der Fehler kaum auf, bei grossen schon.
- Sinkende Inflationsrate als sinkende Preise lesen. Von 6,9 auf 5,9 % heisst: Die Preise steigen weiter, um 5,9 %.
- Indexstände verschiedener Basisjahre mischen. Ein Wert auf Basis 2015 = 100 lässt sich nicht direkt mit einem auf Basis 2020 = 100 vergleichen; Destatis stellt umgerechnete Reihen bereit.
- Den Index selbst für eine Rate halten. 121,9 ist kein Prozentwert, sondern ein Preisniveau. Erst die Veränderung ist die Inflationsrate.
Aufgaben zum Üben
Rechne erst selbst, dann klapp die Lösung auf. Alle Aufgaben lassen sich mit dem Rechner oben kontrollieren.
Aufgabe 1: Der Index steigt von 100 auf 110. Inflationsrate?
(110 − 100) ÷ 100 × 100 = 10 %. 100 € von damals haben heute die Kaufkraft von 90,91 €.
Aufgabe 2: Von 103,1 (2021) auf 116,7 (2023). Gesamt und pro Jahr?
116,7 ÷ 103,1 = 1,1319, also +13,19 % in zwei Jahren; pro Jahr √1,1319 − 1 = 6,39 %.
Aufgabe 3: Gehalt +4 %, Inflation 2,2 %. Reale Erhöhung?
1,04 ÷ 1,022 − 1 = 1,76 %. Die Näherung 4 − 2,2 = 1,8 % liegt hier nah dran.
Aufgabe 4: Was kostet ein Produkt für 80 € nach drei Jahren mit je 3 % Inflation?
80 × 1,033 = 80 × 1,0927 = 87,42 €, nicht 87,20 € (das wären 3 × 3 % addiert).
Aufgabe 5: Wie viel Kaufkraft verlieren 5.000 € in 5 Jahren bei 2 % Inflation?
5.000 ÷ 1,025 = 4.528,65 €, also 471,35 € oder 9,43 %.
Vorgerechnete Beispiele
| Aufgabe | Rechenweg | Ergebnis |
|---|---|---|
| Index 119,3 → 121,9 | 2,6 ÷ 119,3 × 100 | 2,18 % |
| Index 100 → 110 | 10 ÷ 100 × 100 | 10 % |
| 2020 → 2025 gesamt | 121,9 ÷ 100 − 1 | +21,9 % |
| 2020 → 2025 pro Jahr | 1,219 hoch ⅕ − 1 | 4,04 % p. a. |
| Kaufkraft 100 € von 2020 in 2025 | 100 ÷ 1,219 | 82,03 € |
| Kaufkraftverlust 2020 → 2025 | 1 − 100 ÷ 121,9 | 17,97 % |
| Reallohn: +3 % bei 2,2 % | 1,03 ÷ 1,022 − 1 | +0,78 % |
| Reallohn: +5 % bei 6,9 % | 1,05 ÷ 1,069 − 1 | −1,78 % |
| 10.000 €, 10 Jahre à 2 % | 10.000 ÷ 1,0210 | 8.203,48 € |
| Brot 2,50 € (2020) in 2025 | 2,50 × 1,219 | 3,05 € |
| 100 € von 2015 in 2025 | 100 ÷ 1,290 | 77,51 € |
| 1.000 € von 2005 in 2025 | 1.000 ÷ 1,495 | 668,75 € |
| 1.000 €, 20 Jahre à 2 % | 1.000 ÷ 1,0220 | 672,97 € |
| Auto 20.000 €, 5 Jahre à 2,5 % | 20.000 × 1,0255 | 22.628,16 € |
Häufige Fragen
Wie berechnet man die Inflationsrate?
Aus zwei Ständen des Verbraucherpreisindex: (Index neu − Index alt) ÷ Index alt × 100. Von 119,3 auf 121,9 sind das 2,18 %, amtlich gerundet 2,2 %. Der Index kommt vom Statistischen Bundesamt und steht im Basisjahr 2020 auf 100.
Wie wird die Inflationsrate berechnet?
Das Statistische Bundesamt erhebt monatlich die Preise eines Warenkorbs von rund 650 Güterarten, gewichtet nach den Ausgaben eines Durchschnittshaushalts, und bildet daraus den Verbraucherpreisindex. Die Inflationsrate ist dessen Veränderung zum Vorjahresmonat oder zum Vorjahr in Prozent: (Index neu − Index alt) ÷ Index alt × 100.
Wie berechne ich, was 1.000 Euro nach 20 Jahren Inflation wert sind?
Durch den Preisfaktor teilen: 1.000 ÷ (1 + Rate)20. Bei 2 % pro Jahr bleiben 672,97 € Kaufkraft, bei 3 % 553,68 €. Mit den echten deutschen Raten von 2005 bis 2025 sind es 668,75 €. Der zweite Rechner auf dieser Seite rechnet das für jeden Betrag.
Wie hoch ist die Inflation in Deutschland aktuell?
Im Jahresdurchschnitt 2025 lag sie bei 2,2 %, im Dezember 2025 bei 1,8 %. Für August 2026 hat Destatis vorläufig 2,9 % gemeldet (Stand September 2026). Die aktuellen Monatswerte veröffentlicht das Statistische Bundesamt jeweils Ende des Monats als Schätzung und Mitte des Folgemonats endgültig.
Wie rechne ich die Inflation über mehrere Jahre zusammen?
Nicht addieren, sondern die Faktoren multiplizieren: 1,022 × 1,022 = 1,0445, also 4,45 % für zwei Jahre mit je 2,2 %. Noch einfacher: die Indexstände am Anfang und am Ende vergleichen. 2020 bis 2025 sind 121,9 ÷ 100 − 1 = 21,9 %.
Was ist der Unterschied zwischen Inflationsrate und Kaufkraftverlust?
Die Inflationsrate misst, wie viel teurer die Dinge werden; der Kaufkraftverlust, wie viel weniger das Geld kauft. Bei +21,9 % Preisen sind es −17,97 % Kaufkraft, weil 1 ÷ 1,219 = 0,8203. Die beiden Zahlen sind nie gleich, sie beziehen sich auf verschiedene Grundwerte.
Wie berechne ich meine reale Gehaltserhöhung?
(1 + Erhöhung) ÷ (1 + Inflationsrate) − 1. Bei 3 % mehr Gehalt und 2,2 % Inflation bleiben real 0,78 %. Die einfache Differenz (0,8 %) ist eine Näherung, die bei hohen Raten daneben liegt.
Was bedeutet Basisjahr 2020 = 100?
Alle Indexstände werden auf das durchschnittliche Preisniveau von 2020 bezogen. 121,9 im Jahr 2025 heisst: Der Warenkorb kostet 21,9 % mehr als 2020. Das Basisjahr wird alle fünf Jahre gewechselt, zuletzt 2023 von 2015 auf 2020; ältere Reihen rechnet Destatis um.
Was ist der Unterschied zwischen VPI und HVPI?
Der VPI ist der nationale Index nach deutschen Regeln, der HVPI der EU-weit harmonisierte, den Eurostat und die EZB verwenden. Die Warenkörbe unterscheiden sich in Details, etwa beim selbstgenutzten Wohneigentum. Die Raten liegen meist wenige Zehntelprozentpunkte auseinander.
Kann die Inflationsrate negativ sein?
Ja, dann spricht man von Deflation: Der Index fällt, das Geld gewinnt an Kaufkraft. In Deutschland gab es das zuletzt in einzelnen Monaten 2020 während der Mehrwertsteuersenkung. Eine sinkende, aber positive Inflationsrate ist keine Deflation, sondern Disinflation.
Passende Rechner
- Wachstumsrate berechnen: Durchschnittliche Rate über mehrere Jahre
- Prozentuale Veränderung: Von alt auf neu, ein Schritt
- Gehaltserhöhung berechnen: Was von der Erhöhung nach Inflation bleibt
- Zinseszins berechnen: Dieselbe Mathematik für Sparguthaben
- Prozentpunkte oder Prozent: Wenn die Inflationsrate sinkt, steigen die Preise trotzdem
- Prozent in Excel berechnen: Prozentformat, Formeln und Fallen
- Alle Rechner: Die vollständige Übersicht
Über diesen Rechner
Alle Ergebnisse werden auf zwei Nachkommastellen gerundet; gerechnet wird intern mit voller Genauigkeit. Beide Rechner nehmen das deutsche Dezimalkomma an (119,3) ebenso wie den Punkt und Euro-Beträge (1.000,00 €). Die Indexstände und Raten in den Tabellen stammen vom Statistischen Bundesamt; Formeln, Beispiele und Zahlen zuletzt geprüft am 5. September 2026. Ist dir ein Rechenfehler aufgefallen? Schreib uns. Bestätigte Fehler korrigieren wir zeitnah.
