Mehrwertsteuer Schweiz berechnen
Die Schweiz hat die niedrigsten Mehrwertsteuersätze Europas. Seit dem 1. Januar 2024 liegt der Normalsatz bei 8,1 %, davor waren es 7,7 %. Wer ältere Rechnungen prüft, muss auf das Datum achten.
Die Schweizer Steuersätze
| Satz | Seit 2024 | Bis 2023 | Gilt für |
|---|---|---|---|
| Normalsatz | 8,1 % | 7,7 % | die meisten Waren und Dienstleistungen |
| Reduziert | 2,6 % | 2,5 % | Lebensmittel, Medikamente, Bücher, Zeitungen |
| Sondersatz | 3,8 % | 3,7 % | Beherbergung |
Die Formeln
Brutto = Netto × (1 + Steuersatz ÷ 100)
Netto = Brutto ÷ (1 + Steuersatz ÷ 100)
Bei 8,1 % ist der Faktor 1,081. Aus 250 CHF netto werden 270,25 CHF brutto. In 270,25 CHF brutto stecken 20,25 CHF Steuer — das sind 7,49 % des Bruttobetrags.
Die Schweiz im Vergleich
| Land | Normalsatz | Ermässigt |
|---|---|---|
| Schweiz | 8,1 % | 2,6 % |
| Deutschland | 19 % | 7 % |
| Österreich | 20 % | 10 / 13 % |
Auf einen Nettobetrag von 1.000 wirken sich die Sätze so aus: 1.081 in der Schweiz, 1.190 in Deutschland, 1.200 in Österreich.
Einkaufen in der Schweiz und Einfuhr
Wer als Privatperson in der Schweiz einkauft und die Ware nach Deutschland mitnimmt, kann sich die Schweizer Steuer erstatten lassen und zahlt bei der Einfuhr die deutsche. Seit 2025 gilt die Freigrenze von 150 € je Person; darüber wird bei der Einreise verzollt.
Häufige Fragen
Warum sind die Schweizer Sätze so krumm?
Weil sie aus mehreren Teilkomponenten bestehen — Grundsatz plus befristete Zuschläge, unter anderem für die AHV und die Bahninfrastruktur. Der Sprung von 7,7 auf 8,1 % im Jahr 2024 kam von der AHV-Zusatzfinanzierung.
Ab wann ist man in der Schweiz mehrwertsteuerpflichtig?
Ab 100.000 CHF Jahresumsatz. Darunter ist die Anmeldung freiwillig.
Welcher Satz gilt für eine Rechnung von 2023?
Der zum Leistungszeitpunkt gültige, also 7,7 %. Massgeblich ist, wann die Leistung erbracht wurde, nicht wann die Rechnung geschrieben oder bezahlt wurde.
