Preiserhöhung berechnen
Der Anbieter schreibt „moderate Anpassung von 4,9 %“, und du willst wissen, was das im Jahr kostet. Oder du erhöhst selbst und brauchst den neuen Preis. Beides ist dieselbe Rechnung — nur die Richtung ändert sich.
Die Formel
Neuer Preis = alter Preis × (1 + Erhöhung ÷ 100)
Aus 899 € und 4,9 % werden 943,05 € — ein Plus von 44,05 €. Bei einem monatlichen Vertrag sind das im Jahr 528,60 € mehr, und diese Zahl steht selten im Anschreiben.
Wie viel Prozent war die Erhöhung?
Kennst du nur alten und neuen Preis, drehst du die Rechnung um. Das erledigt die prozentuale Veränderung:
Erhöhung in Prozent = (neuer Preis − alter Preis) ÷ alter Preis × 100
Zwei Erhöhungen hintereinander
Zwei Anpassungen von je 5 % ergeben nicht 10 %, sondern 10,25 %. Die zweite greift auf dem bereits erhöhten Preis.
| Jahr | Preis | Gesamt seit Start |
|---|---|---|
| Start | 899,00 € | — |
| nach 5 % | 943,95 € | +5,00 % |
| nach weiteren 5 % | 991,15 € | +10,25 % |
| nach weiteren 5 % | 1.040,70 € | +15,76 % |
Erhöhung und Inflation
Eine Preiserhöhung unterhalb der Inflationsrate ist real eine Senkung. Liegt die Inflation bei 3 % und der Preis steigt um 4,9 %, beträgt die reale Erhöhung rund 1,9 %. Für den Vergleich zieht man die Inflationsrate schlicht ab.
Häufige Fragen
Wie rechne ich eine Erhöhung wieder heraus?
Teile durch den Faktor, nicht mit dem Prozentsatz zurück. Aus 943,05 € nach 4,9 % Erhöhung wird der alte Preis über 943,05 ÷ 1,049 = 899 €.
Warum ergibt „5 % rauf, 5 % runter“ nicht wieder den Ausgangspreis?
Weil der Abschlag auf dem höheren Preis rechnet. 899 × 1,05 × 0,95 = 896,50 € — zweieinhalb Euro weniger als am Anfang.
Was ist eine Preisanpassung in Prozentpunkten?
Bei Preisen kommen Prozentpunkte nicht vor — die gibt es nur, wenn schon der Ausgangswert eine Prozentzahl ist, etwa bei Zinssätzen. Mehr dazu unter Prozentpunkte oder Prozent.
