Zinsen berechnen
Zinsen sind Prozentrechnung mit einer zusätzlichen Grösse: der Zeit. Wer 5.000 € zu 3,5 % anlegt, bekommt im ersten Jahr 175 € — und in vier Jahren das Vierfache, solange die Zinsen nicht mitverzinst werden.
Die Formel
Zinsen = Kapital × Zinssatz ÷ 100 × Jahre
Das ist die einfache Verzinsung. Sie gilt für Sparbücher mit jährlicher Auszahlung, für Verzugszinsen und für die meisten Schulaufgaben. Bleiben die Zinsen dagegen auf dem Konto und werden mitverzinst, brauchst du den Zinseszins-Rechner.
Zinsen für Monate und Tage
Für Zeiträume unter einem Jahr wird die Laufzeit anteilig eingesetzt. In Deutschland rechnen Banken traditionell mit 30 Tagen je Monat und 360 Tagen im Jahr.
Zinsen für Monate = Kapital × Zinssatz ÷ 100 × Monate ÷ 12
Zinsen für Tage = Kapital × Zinssatz ÷ 100 × Tage ÷ 360
Für den Rechner oben gibst du Monate als Bruchteil ein: sechs Monate sind 0,5 Jahre, neunzig Tage sind 0,25.
Beispiele
| Kapital | Zinssatz | Laufzeit | Zinsen | Endkapital |
|---|---|---|---|---|
| 5.000 € | 3,5 % | 1 Jahr | 175,00 € | 5.175,00 € |
| 5.000 € | 3,5 % | 4 Jahre | 700,00 € | 5.700,00 € |
| 10.000 € | 2,0 % | 6 Monate | 100,00 € | 10.100,00 € |
| 1.200 € | 9,0 % | 90 Tage | 27,00 € | 1.227,00 € |
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Zinsen und Zinseszins?
Bei der einfachen Verzinsung bleibt das Kapital gleich, die Zinsen werden jedes Jahr neu vom Anfangsbetrag berechnet. Beim Zinseszins wandern die Zinsen ins Kapital und verzinsen sich mit. Über vier Jahre ist der Unterschied klein, über zwanzig ist er erheblich.
Was bedeutet der effektive Jahreszins?
Er rechnet Gebühren, Auszahlungszeitpunkte und Zinsverrechnung mit ein und macht Angebote vergleichbar. Der Nominalzins allein sagt bei Krediten wenig aus.
Rechnet man mit 360 oder 365 Tagen?
Beides kommt vor. Die deutsche kaufmännische Zinsrechnung nutzt 30/360, viele Banken und die englische Methode rechnen mit den tatsächlichen Tagen und 365. Bei kurzen Laufzeiten macht das einen sichtbaren Unterschied.
